LADEstrom rund um die Uhr
Um mobil zu bleiben, müssen Elektrofahrzeuge regelmäßig aufgeladen werden. Das Laden kann dabei bequem über Nacht erfolgen – zu Hause in der Garage oder im Carport, am Arbeitsplatz oder auf dem Betriebshof. Die Reichweiten der Elektrofahrzeuge von derzeit bis zu 140 Kilometern reichen für die meisten täglichen Fahrten in der Stadt vollkommen aus. Die Ladezeit beträgt oftmals nur zwei bis drei Stunden, da in der Regel die Batterie nicht komplett entladen ist.
Eine wichtige Voraussetzung bei der Einführung der Elektromobilität ist die Schaffung einer bedarfsgerechten innerstädtischen Ladeinfrastruktur. Eine Einbindung in die Stadt- und Verkehrsentwicklungsplanung ist unerlässlich, um die Nachhaltigkeit der Planung und die Qualität der Stadtgestaltung zu unterstützen. Hierzu zählt auch die Anbindung von Ladestationen im Übergang zum öffentlichen Nah- und Fernverkehr.
In Hamburg wurden 50 Ladesäulen mit jeweils zwei Ladepunkten auf öffentlichen Flächen installiert. Hinzu kommen rund 60 Ladesäulen auf privatem Grund, z. B. in Tiefgaragen. Die öffentlichen Ladesäulen können von Teilnehmern des Projekts sowie von allen interessierten Elektrofahrzeugbesitzern genutzt werden. Insbesondere Nutzer, die nicht über eine eigene Lademöglichkeit zu Hause verfügen, können hier im Stadtgebiet ihr Elektrofahrzeug aufladen. Die Ladesäulen befinden sich an Stellflächen im öffentlichen Straßenraum, in städtischen Parkhäusern und auf Park+Ride-Flächen. An den Fernbahnhöfen in der Innenstadt werden Ladesäulen für Elektrofahrzeuge an DB-Carsharing-Stationen errichtet.
Die Nutzer identifizieren sich an der öffentlichen Ladesäule über eine Chipkarte, die der Fahrzeughalter von seinem jeweiligen Stromanbieter erhält. Dieser stimmt sich dazu mit dem Netzbetreiber ab und weist nach, dass es sich um grünen Ladestrom handelt. Abgerechnet wird bargeldlos über die reguläre Stromrechnung. Bundesweit einmalig ist, dass die Fahrzeugnutzer an allen Säulen im öffentlichen Raum den Strom ihres eigenen Anbieters beziehen können.
Grundsätzlich können an den Ladesäulen alle aktuell an den Fahrzeugen eingesetzten Ladeschnittstellen bedient werden. Dies ist zum einen der weit verbreitete Schuko®-Stecker ebenso wie der sich in der Fahrzeugindustrie durchsetzende, moderne Siebenpolstecker, der ein schnelleres Laden erlaubt.