HansE - Ladeinfrastruktur für die Metropolregion

Die Freie und Hansestadt Hamburg ist seit mehreren Jahren eine vom Bund geförderte Modellregion für Elektromobilität und hat im Rahmen dessen auf ihrem Staatsgebiet schon frühzeitig damit begonnen, öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur aufzubauen. Bislang beschränkt sich der systematische Aufbau von Lademöglichkeiten noch auf das Hamburger Stadtgebiet. Um Verkehrsteilnehmern der Metropolregion den Umstieg auf Elektrofahrzeuge zu erleichtern, ist nun im Rahmen des Projekts HansE ein erster systematischer Auf- und Ausbau der Ladeinfrastruktur geplant. Zielwert sollen bis zu 50 gut erreichbare Ladestationen sein.

Projektpartner:

Geschäftsstelle der Metropolregion Hamburg
Die Geschäftsstelle wird im Projekt die Interaktion mit den Ansprechpartnern der Metropolregion übernehmen und auch die generelle Kommunikation des Projektes sicherstellen. Darüber hinaus wird die Geschäftsstelle ein Konzept für den weiteren Aufbau der Ladeinfrastruktur nach Projektende entwickeln und bei der konkreten Standortsuche die Ansprechpartner vor Ort involvieren.

hySOLUTIONS GmbH
hySOLUTIONS wird die Projektleitung übernehmen und hierbei auch den Abgleich mit den vielfältigen Schnittstellen zum parallel verlaufenden Aufbau von Ladeinfrastruktur im Stadtgebiet Hamburg sicherstellen, damit eine möglichst flächendeckende Interoperabilität realisiert wird.

RWTH Aachen, Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr (ISB)
Das ISB wird im Projekt das Modell für den kriterienbasierten Aufbau von Ladeinfrastruktur in der Metropolregion entwickeln. Anhand der entwickelten Parameter wird das ISB die Standortempfehlungen zum Aufbau der Ladeinfrastruktur geben und am Ende des Projektes das Modell evaluieren, um den Empfehlungen für den weiteren Ausbau nach Projektende geben zu können.

E.ON Technologies GmbH
Im Projekt wird E.ON die Ladeinfrastruktur in der Metropolregion aufbauen und betreiben. Darüber hinaus werden Konzepte für die Pufferung an Schnellladestationen entwickelt und erprobt.

Die Projektpartner haben sich zum Ziel gesetzt, dass eine elektromobile Teilnahme am Straßenverkehr durchgängig in der gesamten Metropolregion – Hamburg eingeschlossen – möglich sein soll.

Um dies zu erreichen, ist es unerlässlich, das Zugangskonzept für die Ladestationen und die Ladestandards interoperabel und diskriminierungsfrei zu gestalten. Darüber hinaus soll eine Zugangs- und Bezahlmöglichkeit für spontanes Laden und ein Zugang für Vertragskunden (z. B. RFID) entwickelt werden.

Hamburg macht E-Mobil

Im Jahr 2020 könnten in Hamburger Unternehmen gut 18.000 Elektrofahrzeuge im Einsatz sein, bisher sind es rund 1.100. Damit ist Hamburg zwar noch immer ein Vorreiter in Sachen Elektromobilität, doch ist es noch ein weiter Weg zum flächendeckenden Einsatz von E-Fahrzeugen.

Um die Entwicklung weiter zu beschleunigen, haben die Handelskammer Hamburg und die Handwerkskammer Hamburg gemeinsam die Initiative „Hamburg macht E-Mobil“ gestartet. Sie baut auf den Ergebnissen der im Rahmen des Projekts „Hamburg - Wirtschaft am Strom“ durchgeführten Potenzialanalyse und den Ergebnissen der Initiative "1.000 E-Fahrzeuge für Hamburger Handwerksbetriebe" auf.

Gemeinsam soll eine möglichst hohe Anzahl von Interessenten gebündelt werden, um mit Fahrzeugherstellern attraktive, marktnahe Beschaffungskonditionen zu erarbeiten. Ziel der Kammerinitiative ist es, ohne staatliche Förderung attraktive Anschaffungskonditionen sowohl für den Kauf wie auch das Leasing von E-Fahrzeugen zu vermitteln.